Stuttgarter Künstler Jan Hooss droppt 10 NFTs gemeinsam mit metavalue: Was steckt dahinter?

Piet Kleeßen
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13.6.2022

Um seiner Kunst auch im digitalen Raum einen Platz zu verschaffen, rufen wir das von Jan Hooss ursprünglich im Jahr 1999 gestartete Großpuppen-Projekt “MAAMA”, inklusive Riesenpuppe Robert, zurück ins Leben und helfen dem Künstler dabei die klassischen Formen der Kunst mit den innovativen Eigenschaften des Web3 zu verbinden.

Wer ist Jan Hooss?

Jan Hooss ist ein in Stuttgart ansässiger Künstler und Bildhauer. Internationale Bekanntheit erlangte er vor allem als Vertreter der Stuckbildhauerei.

Wie entstand das gemeinsame NFT-Projekt MAAMA: Roberts Reise ?

Ende März waren wir das erste Mal zu Besuch im Atelier des Künstlers und sofort ist uns eine zwei Meter große, schneeweiße Puppe ins Auge gefallen. Aber welche Geschichte steckt hinter der Riesenpuppe Robert und warum wurde ausgerechnet dieses Projekt ausgewählt, um eine einmalige Verbindung zwischen Kunst und den Neuheiten des Web3 herzustellen?

Jan Hooss schuf mit Robert 1999 eine Skulptur, die dazu bestimmt war, an vielen verschiedenen Orten in Erscheinung zu treten. So geht die Puppe auf Reisen, erlebt Galerien, Ballettaufführungen, ganz zufällige Begegnungen mit Menschen am Strand, an Bushaltestellen oder in Parkanlagen. Es bleiben Erinnerungen an St.Tropez, Radrennen am Colle del Melogno in Ligurien, Erinnerungen an Städte wie Köln und Stuttgart und Länder wie Frankreich und Italien. Robert lernt sogar das Schwimmen, ein ganz besonderer Moment für Hooss.

Künstler Jan Hooss mit Riesenpuppe Robert

Diese einzigartige Reise hält Künstler Jan Hooss digital mit einer Videokamera fest, kommentiert Roberts Erlebnisse und schafft eine Art Tagebuch, welches jeden Schritt der riesigen Puppe festhält. Das Ziel seines langjährigen Projektes ist es, Robert auf das offene Meer treiben zu lassen. Er möchte damit zum Ausdruck bringen, wie das Artefaktum verschwindet, die plastische Substanz aufgegeben wird, um das Verhältnis zwischen Plastik+Objekt und Spur+Erinnerung zu untersuchen. Für Hooss steht dabei eine Frage im Mittelpunkt: “Was bleibt an Erinnerungen, wenn die Plastik nicht mehr da ist?”

Wir haben diese Aufnahmen (MiniDVs) digitalisiert und aus dem mittlerweile mehr als 20 Jahre alten Projekt zehn einzigartige NFTs geschaffen, die unvergessliche Momente und Meilensteine von Roberts Reise zeigen. Jedes davon erzählt seine ganz individuelle und faszinierende Geschichte. Alles prägende Momente für die Puppe Robert und vor allem den Schöpfer Jan Hooss

“Es entstehen in einer neuen, zeitgenössischen Form neue, digitale Spuren, die auch ein Eigenleben wahrnehmen können. Das macht neugierig und Lust zu entdecken, wie sich die neuen, digitalen Spuren entwickeln”, so Hooss.

Die zehn digitalen Kunstwerke basieren auf der Polygon-Blockchain und können ab dem 11. Juni auf dem NFT-Marktplatz OpenSea erworben werden. Neben der Möglichkeit zur privaten Nutzung und Vervielfältigung eines digitalen Originals, werden die Käufer:innen der NFTs zu exklusiven Veranstaltungen, wie z.B. einem Besuch des Ateliers von Jan Hooss eingeladen. Hier gehts zur Kollektion auf OpenSea.

Warum werden die NFTs auf OpenSea gedroppt?

Wir haben lange überlegt, wo wir die gemeinsame Kollektion mit Jan Hooss initial anbieten. Im Zuge der Entscheidungsfindung haben wir uns unter anderem mit den wichtigsten NFT-Marktplätzen auseinandergesetzt. Die fünf größten Plattformen haben wir ausführlich analysiert und die Unterschiede in einem Blogartikel festgehalten.

In unserer engeren Auswahl waren die Plattform SuperRare, der Klassiker OpenSea oder der Mint über die eigene Landingpage.

SuperRare war aufgrund der Kunstgalerie-Atmosphäre und der bestehenden Kunst-Zielgruppe in der engeren Auswahl. Da es sich jedoch um eine kuratierte Plattform handelt und der Bewerbungs-/Auswahlprozess sehr langwierig sein kann, haben wir von einer Bewerbung abgesehen.

Das Minting über die eigene Landingpage ist mit dem größten Aufwand verbunden und die Hürde, das eigene Wallet mit einer “unbekannten” Website zu verknüpfen und einen Kauf zu tätigen erschien uns für unsere Zielgruppe zu hoch.

Schlussendlich haben wir uns für OpenSea entschieden. Und das primär aus einem Grund: Dem Vertrauen unserer Zielgruppe gegenüber OpenSea. Uns war von Beginn des Projekts an klar, dass die potenziellen Käufer:innen der NFT-Kollektion primär Kunst und/oder NFT-Interessierte sind, die bisher noch kein NFT gekauft haben und noch nicht tief im Web3-Rabbithole versunken sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Personen schon mal von OpenSea gehört haben, erschien uns deutlich höher im Vergleich zu den anderen Plattformen. Zudem ist die Plattform technisch sehr fortgeschritten und unterstützt Polygon. 

Irgendwie gehört es doch auch dazu, sein erstes NFT über OpenSea zu kaufen - oder nicht? ;) 

Warum basieren die NFTs auf der Polygon Blockchain?

Im Gegensatz zu Ethereum, auf der die meisten NFTs basieren, nutzt Polygon den Proof of Stake Mechanismus, wodurch Nutzer:innen von sehr niedrigen Transaktionskosten profitieren. Beim Minting und Kauf von NFTs auf Polygon fallen nur sehr geringe (bis keine) Gebühren (gas fees) an.

Das heißt konkret: der Kauf von Jan Hooss NFTs ist bei Polygon deutlich günstiger als bei Ethereum. Trotzdem gibt es die Möglichkeit die NFTs (z.B. ERC-20 oder ERC-721) mittels der sogenannten Polygon Bridge innerhalb von wenigen Stunden auf die Ethereum-Blockchain zu transferieren. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass die Verwendung von Polygon nachhaltiger ist als Ethereum.

Einen ausführlichen Vergleich der vier meist diskutiertesten NFT-Blockchains Ethereum, Solana, Cardano und Polygon gibt es in diesem Blogartikel.

Warum kostet ein NFT ca. 150€?

“Lieber verkaufe ich keins, als eins unter Wert.” Dieses Zitat von Jan Hooss war richtungsweisend bei den Überlegungen zur Preisfindung. Hätten wir uns jedoch nur danach gerichtet, wäre der Preis wohl noch deutlich höher. Zusätzlich haben wir uns an der Preisbereitschaft der Zielgruppe orientiert, weshalb wir uns schlussendlich für einen Preis von circa 150€ pro NFT entschieden haben. Warum circa? Bezahlt wird nicht in Euro sondern in der Kryptowährung Ether (Polygon), die von ständigen Kursschwankungen betroffen ist.

Wie vermarkten wir die NFTs?

Als NFT & Marketing Agentur erstellen wir für unsere Kund:innen nicht nur NFTs, sondern kümmern uns ebenfalls um die Vermarktung.

Zentraler Treiber des Projektes mit Jan Hooss und wichtiger Bestandteil jedes erfolgreichen NFT-Projektes ist Storytelling. Die einzigartige Geschichte rund um das Projekt MAAMA: Roberts Reise haben wir uns zunutze gemacht und die alten Videoaufnahmen des Künstlers digitalisiert, gemeinsam mit Jan Hooss die Reise rekonstruiert und zu jedem der zehn NFTs ein kurzes Video produziert. Diese Doku-Reihe, allgemeine Informationen zur NFT-Kollektion sowie alle weiteren produzierten Inhalte galt es nun, plattformspezifisch auszuspielen.

Im Rahmen unserer integrierten crossmedialen Kommunikationsstrategie haben wir verschiedene Kanäle bespielt, darunter Instagram, Discord, PR und eine Landingpage.

Auf der Landingpage sind alle relevanten Informationen zum Projekt aufgeführt, wie unter anderem eine Vorstellung des Künstlers, eine Erklärung des Projektes, die Doku-Reihe zu den 10 NFTs, die Roadmap des Projektes sowie ein FAQ. Zudem verlinken wir von der Landingpage auf den Instagram-Kanal von Jan Hooss, den Discord und natürlich zu den NFTs auf OpenSea.

Jan Hooss bespielt bereits einen Instagram-Kanal und konnte bis dato eine kleine, aber treue Followerschaft aufbauen. Eine gute Ausgangslage, um die Community von Hooss weiter aufzubauen und auf das NFT-Projekt aufmerksam zu machen. Wir erstellten einen Redaktionsplan und begonnen drei Wochen vor dem Drop seinen Instagram-Kanal mit Inhalten zu Roberts Reise zu bespielen. Inhalte auf Instagram sollten sehr authentisch sein, weshalb wir spezifische Inhalte nur für Instagram produziert haben, wie z.B. Kurzinterviews mit dem Künstler in Hochformat.

Die wohl wichtigste Plattform im Web3, um eine Community aufzubauen und ein NFT-Projekt zu vermarkten, ist Discord. Auf unserem Discord Server, der NFTart Community, haben wir einen Künstler-Channel für Jan Hooss erstellt, der ähnlich wie Instagram regelmäßig mit Informationen zu Roberts Reise bespielt wurde. Hooss konnte hier aktiv in Austausch mit der Community gehen, Fragen beantworten und Reaktionen einholen. Alle Discord-Mitglieder:innen hatten bereits einen Tag vor dem öffentlichen Drop die exklusive Möglichkeit, die NFTs zu minten. Zur Rolle von Discord Marketing im Web3, haben wir ebenfalls bereits einen Blogartikel veröffentlicht.

Eine weitere von uns durchgeführte Marketingmaßnahme war, dass wir im Umkreis Stuttgarts mit allen relevanten Medien Kontakt aufgenommen haben, um das NFT-Projekt auch bei traditionellen Medien zu positionieren. Neben Bild- und Videomaterialien rundete ein vorgeschriebener Artikel das PR-Material ab. Als relevante PR-Zielgruppen wurden folgende definiert: Galerien & Museen, Zeitungen & Magazine, Unternehmen, Hochschulen, Hörfunk und Gatekeeper aus den Bereichen Digital & Social. Ziel war es, Awareness zu schaffen sowie Kooperationen einzugehen.

Auch die physische Reise Roberts wollen wir fortführen. Aus diesem Grund bewegt sich im Juli die Riesenpuppe Robert nach über 20 Jahren Ruhestand wieder aus dem Atelier von Jan Hooss in die Stuttgarter Innenstadt - Aufmerksamkeit ist durch das Guerilla-Marketing garantiert.

Wenn Sie Unterstützung bei Ihrem NFT-Projekt benötigen, können Sie uns gerne kontaktieren.

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