Die 5 größten NFT-Marktplätze für den Kunstmarkt: Welchen sollten Sie nutzen?

Piet Kleeßen
,
3.5.2022

Die Wahl des richtigen NFT-Markplatzes ist sowohl für die Käufer:innen von NFTs, als auch für die Künstler:innen bzw. Ersteller:innen von NFTs von großer Bedeutung.

NFT-Marktplätze sind einfach gesagt Online-Plattformen, auf denen NFTs gekauft und verkauft werden können. Mittlerweile gibt es dutzende Plattformen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und für bestimmte Nischen. In diesem Artikel stehen NFT-Marktplätze, die sich für den Kunstmarkt eignen, im Vordergrund.

Aus Sicht der Künstler:innen gibt es im Hinblick auf die Plattform-Wahl drei Hauptfaktoren zu berücksichtigen:

  1. Kategorien: Welche Kategorien von NFTs werden auf der Plattform angeboten? Beliebte Kategorien sind z.B. Games, Sport, Musik, Collectibles, virtuelle Grundstücke und natürlich Kunst (3D-Kunst, Fotografie etc.)
  2. Blockchain: Wenn man auf einem Marktplatz NFTs minten, verkaufen oder kaufen möchte, muss man in der Regel eine sogenannte gas-fee bezahlen. Diese Gebühr ist von der Blockchain abhängig welche der Marktplatz nutzt. Einen sehr guten Überblick über die wichtigsten NFT-Blockchains und deren Eigenschaften finden Sie hier.
  3. Zugänglichkeit: Die meisten NFT-Marktplätze sind für alle NFT-Ersteller:innen offen. Es gibt jedoch auch Plattformen die nur für kuratierte (meist bekanntere) Künstler:innen zugänglich sind.

Die Käufer:innen von NFTs sollten insbesondere folgende drei Kriterien im Blick haben:

  1. Angebot: Werden auf dem Marktplatz die favorisierten NFTs angeboten?
  2. Blockchain: Die gekauften NFTs können nur auf Marktplätzen weiterverkauft werden, die auf der gleichen Blockchain basieren. Zudem entscheidet die zugrundeliegende Blockchain über die Höhe der gas-fees, die beim Kauf anfallen.
  3. Transaktionskosten: Neben den gas-fees fallen beim Kauf von NFTs ebenfalls Transaktions- bzw. Plattformgebühren an. Die Höhe dieser Kosten unterscheiden sich von Marktplatz zu Marktplatz.

Nun ein Blick auf die fünf größten NFT-Marktplätze im Kunstbereich:

1. OpenSea: Der größte und etablierteste Marktplatz für NFTs

OpenSea kann man sich als Amazon der NFT-Marktplätze vorstellen: Es gibt alle Arten von NFTs, von Kunst über Musik, Fotografie, Sportsammlerstücke bis hin zu virtuellem Land. Die Plattform ist sehr benutzerfreundlich gestaltet und ermöglicht innerhalb von wenigen Minuten das Minten, Verkaufen und Kaufen von NFTs. Zum Bezahlen können mehr als 150 verschiedene Kryptowährungen verwendet werden. Aus diesen Gründen eignet sich OpenSea sehr gut als Startpunkt in die NFT-Welt.

  • Kategorien: Kunst, Musik, Fotografie, Sammlerstücke, Sport, virtuelle Welten und mehr
  • Blockchains: Ethereum, Polygon, Klatyn, Solana
  • Transaktionskosten: 2,5 %
  • Zugänglichkeit: jeder

2. Rarible: Der NFT-Marktplatz für seltene Medien- und Sportsammlungen

Rarible ist ein weiterer großer Marktplatz für jegliche Arten von NFTs, ähnlich wie OpenSea. Alle Arten von Kunst, Videos, Sammlerstücken und Musik können auf der Plattform erstellt, verkauft oder gekauft werden. Die Plattform erhebt sowohl von Käufer:innen als auch von Verkäufer:innen eine Gebühr von 2,5%.

Rarible wird als DAO (dezentralisierte autonome Organisation) organisiert und fördert die Dezentralisierung. An die Nutzer:innen von Rarible wird der marktplatz-eigene (Governance-)Token Rarible ($RARI) ausgeschüttet. Der Token basiert auf der Ethereum-Blockchain und ermöglicht es den Nutzer:innen an der Entwicklung des Marktplatzes zu partizipieren.

  • Kategorien: Kunst, Fotografie, Spiele, Musik, Sport und mehr
  • Blockchains: Ethereum, Flow, Tezos, Polygon (Beta)
  • Transaktionskosten: 2,5 % (für Verkäufer:innen und Käufer:innen)
  • Zugänglichkeit: jeder

3. SuperRare: Die NFT-Plattform mit der Atmosphäre einer Kunstgalerie

SuperRare bringt eine Kunstgalerie-Attitüde in den NFT-Raum. Es handelt sich um einen NFT-Marktplatz, der die Kunst in den Vordergrund stellt und Glaubwürdigkeit sowie künstlerische Absicht über meme-freundliche Kunst stellt. Durch die Auswahl der Künstler:innen, die ihre NFTs auf der Plattform anbieten dürfen, kuratiert SuperRare das eigene Portfolio. Durch diesen Ansatz fühlt sich SuperRare wie eine High-End-Galerie an, was zusätzlich dadurch verstärkt wird, dass die Künstler:innen nur ein einziges Original ihres Werkes anbieten dürfen. Dadurch werden die angebotenen NFTs noch seltener - super rare halt.

SuperRare hat ähnlich wie Rarible auch einen eigenen Token ($RARE). Der Token wird primär verwendet, um ein wachsendes Netzwerk von Kurator:innen und Galerien an Bord zu holen. Die Kurationsentscheidungen werden durch Token-basierte Abstimmungen unter Beteiligung der Community getroffen.

  • Kategorien: Kunst
  • Blockchain: Ethereum
  • Transaktionskosten: 3 %
  • Zugänglichkeit: kuratiert

4. Foundation.app: Ein von Künstler:innen betriebener NFT-Marktplatz mit seltenen und exklusiven Projekten

Foundation wird wie ein Künstlerclub betrieben, zu dem nur wenige eine Einladung erhalten. Es handelt sich um eine von einer Gemeinschaft kuratierte Plattform, die von einer ausgewählten Anzahl von Künstler:innen betrieben wird. Um NFTs auf der Plattform anbieten zu können wird eine Einladung von einem:r Foundation-Künstler:in benötigt. Dabei kann jede:r Künstler:in nur eine Einladung aussprechen.

Foundation konzentriert sich in erster Linie auf das Angebot exklusiver Drops. Die auf der Ethereum-Blockchain basierende Benutzeroberfläche von Foundation ist übersichtlich und die gelisteten NFTs werden meist per Auktion angeboten. Was die Gebühren angeht, so berechnet Foundation laut eigener Website den Verkäufer:innen bei jeder Transaktion eine Servicegebühr von 5 %. Es gibt jedoch auch Quellen, die von  15 % sprechen.

  • Kategorien: Kunst
  • Blockchains: Ethereum
  • Transaktionskosten: 5 % - 15 %
  • Zugänglichkeit: invite only

5. Nifty Gateway: Der NFT-Marktplatz mit großen Drops

Nifty Gateway ist ein NFT-Marktplatz, der Qualität über Quantität stellen will. Auf der Plattform wird wie bei SuperRare und Foundation.app ausschließlich kuratierte Kunst angeboten. Dazu arbeitet Nifty Gateway mit Künstler:innen und Marken zusammen, um digitale Kunstsammlungen in limitierter Auflage zu produzieren. Auf der Plattform haben bereits Künstler:innen wie Steve Aoki, Deadmau5, Grimes und Lil Yachty ihre NFT-Kollektionen gedroppt. Die Plattform versucht sich als elitärer NFT-Marktplatz zu positionieren.

  • Kategorien: Kunst
  • Blockchains: Ethereum
  • Transaktionskosten: 5 %
  • Zugänglichkeit: kuratiert

Neben diesen fünf Plattformen gibt es noch etliche weitere NFT-Marktplätze für den Kunstmarkt. Dieser Artikel dient dem Einstieg in das Thema und wird zeitnah durch einen  weiterführenden Artikel ergänzt. Bestandteil dessen werden auch kleinere NFT-Marktplätze sein, die sich durch eine Nischen-Positionierung oder besondere technische Eigenschaften auszeichnen.

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Quelle Titelbild: business2community.com

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